Die Fünf-Elemente-Lehre im Shiatsu

 

Die Fünf-Elemente-Lehre (auch genannt die Lehre der Fünf Wandlungsphasen) ist eine Theorie zur Naturbeschreibung des in China entstandenen Taoismus. Dabei untersucht die Fünf-Elemente-Lehre im taoistischen Grundlagenwerk Daodejing anhand der fünf Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser die Gesetzmäßigkeiten, nach denen sich dynamische Prozesse entwickeln. So besagt das Daodejing beispielsweise unter anderem: aus Holz entsteht Feuer, Feuer bringt Erde hervor, aus Erde entspringt Metall, Metall erzeugt Wasser und Wasser nährt wiederum das Holz. Die bis heute älteste bei Ausgrabungen in Mawangdui wiederentdeckte Abschrift des Daodejing mit der Beschreibung der Fünf-Elemente-Lehre wurde von Archäologen wissenschaftlich auf das 3 Jh. v. Chr. datiert.

Klassisch werden im Shiatsu Energiezugangspunkte von zwölf Meridianen genutzt. Diese Meridiane werden wiederum den fünf Elementen Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser zugeordnet. Dies ermöglicht einfache wie auch sehr komplexe Assoziationen wie in einem Abzählreim. Die Befundung im Shiatsu nutzt diese Assoziationen für die holistische Suche nach dem ursprünglichen Ungleichgewicht, welches die aktuellen Beschwerden hervorruft. Zeigt sich sehr vereinfacht gesagt nun beispielsweise ein Ki-Mangel in einem dem Feuer zugeordneten Meridian, so kann sich unter anderem ein Ausleiten bzw. Weiterleiten des Ki in einem dem Holz zugeordneten Meridian anbieten (Holz wird in seiner nährenden Rolle zur Mutter des Feuers). Das Beispiel ist sehr vereinfacht dargestellt, in Wirklichkeit werden sich weitere Abklärungen als notwendig erweisen.

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